Montag, 07. November 2011 PDF Drucken E-Mail
Auf dem Weg in die Bundesliga

 

Auf dem Weg in die Bundesliga

Das Schiedsrichter-Duo Mirko Krag/Marcus Hurst will dort hin,
wo zwei andere Gespanne aus dem Bezirk schon sind
Mit freundlicher Genehmigung durch Hr. Eckhard Fiukowski
- Auszugweise aus dem Bericht der FNP vom 03.09.2011 -

Vorhang auf für die Handball-Saison 2011/2012. Aber nicht nur für die zahlreichen Mannschaften beginnt in diesen Tagen eine spannende Runde, sondern auch für die Schiedsrichter aus dem Handball-Bezirk Frankfurt, die von der Bundesliga bis zur C-Klasse und in den Jugendspielen zum Einsatz kommen. Mittendrin das aufstrebende Nachwuchsgespann Mirko Krag/Marcus Hurst.

2003 fing alles an

Mirko Krag (24) und Marcus Hurst (25) sind noch jung und haben alle Chancen, sich mit guten Leistungen für noch höhere Aufgaben zu qualifizieren. Der Sprung in die Bundesliga, wie er in der Saison 2010/2011 ihren Kollegen Kilp und Maier gelungen war, ist ein Ziel, das die beiden vor Augen haben. Dabei sind Marcus Hurst und Mirko Krag erst seit acht Jahren Schiedsrichter. Der Zufall führte sie im Sommer 2003 zum Neulingslehrgang des Bezirks, weil ihre Vereine neue Schiedsrichter suchten und sie sich gerne bereit erklärten, eine Ausbildung für das Ehrenamt zu absolvieren.
Zunächst pfiffen Markus Hurst und Mirko Krag eine Saison als Einzelschiedsrichter und sammelten erste Erfahrung. Dann der Start in die Gespannkarriere. Marcus Hurst bildete zunächst mit Thomas Güra ein Team. Gemeinsam schafften es beide schon 2005 in den Landesliga-Kader des Hessischen Handballverbandes (HHV). Dann aber musste Thomas Güra aus beruflichen Gründen die Pfeife an den Nagel. Für Hurst begann die Suche nach einem neuen Gespannpartner, den er schließlich in Mirko Krag fand. Der hatte zuvor mit seinen Vereinskameraden Dennis Weis und Tobias Pavkov im Bezirk gepfiffen und stand vor der gleichen Situation, denn auch Weis und Pavkov hörten nacheinander auf. Mit Pavkov hatte es Krag dabei bereits in den Förderkader der damaligen Regionalliga geschafft, ehe es zur Trennung kam.

 

Es geht steil bergauf

Krag/Hurst begannen zunächst in der Oberliga Hessen. Gleich im ersten Jahr gelang ihnen der Aufstieg in die Regionalliga, wo sie als bestes Gespann im Förderkader den Durchmarsch in die inzwischen neu gegründete 3. Liga schafften. Hier gehörten beide zunächst dem Nachwuchskader an und avancierten abermals zum besten Schiri-Duo ihres Kaders. Der Lohn für herausragende Leistungen: die Aufnahme in den Standardkader der 3. Liga. Endstation soll das aber lange noch sein. Mirko Krag und Marcus Hurst sind ehrgeizig: "Wir wollen den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Mit etwas Glück kommen wir vielleicht auch die 1. Liga", sagt Marcus Hurst. Zuzutrauen ist den beiden das allemal, weil sie für ihr Hobby nahezu ihre gesamte Freizeit opfern

Vor 1000 Zuschauern

Zwei Spiele sind dem Schiedsrichter-Duo dabei in besonderer Erinnerung geblieben. So leiteten sie am 9. Mai 2009 in der Oberliga Männer die Partie zwischen Eintracht Baunatal und TV Fränkisch-Crumbach, wo die Nordhessen vor über 1000 Zuschauern den Aufstieg in Liga 3 feierten. Am 3. März des vergangenen Jahres war das Gespann bei der Partie der 3. Liga Süd Männer zwischen SG Köndringen/Teningen und TV Hochdorf (die Pfälzer sind der Stammverein von Torwart-Legende Andreas "Hexer" Thiel) angesetzt. "Das Spiel hatte viel Brisanz", erzählen sie. Doch Krag/Hurst behielten kühlen Kopf und meisterten die Aufgabe. Am Ende siegten die Hochdorfer hauchdünn mit 28:27.
Jetzt freuen sich beide auf die neue Saison, in der sie wieder weite Fahrten auf sich nehmen müssen. Alleine in der zurückliegenden Runde fielen über 8000 gefahrene Kilometer zu den Schiedsrichter-Einsätzen an. Ihre erforderlichen Leistungstests haben sie beim Saisonvorbereitungslehrgang an der Herrmann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken erfolgreich absolviert und gehen somit gut gerüstet in die Runde.
Die 3. Liga, das betonen sie, dürfte noch stärker sein als in der Vorsaison. Hurst: "Nach dem vermehrten Abstieg von Mannschaften aus der 2. Bundesliga wird die "Dritte" sicher eine noch größere Herausforderung werden. Viele Begegnungen haben dann schon Zweitligaformat."

 

Mirko Krag - Marcus Hurst

Die Nieder-Eschbacher Handballer wünschen dem „Gespann“ für die weitere Zukunft viel Erfolg und Freude beim Pfeifen.



 
 

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